Baulandkataster
Register-ID:255
Redaktioneller Stand:14.09.2026
Allgemeines
Beschreibung
Die Gemeinden können sofort oder in absehbarer Zeit Flächen in Karten oder Listen auf der Grundlage eines Lageplans erfassen, in denen Wohnbau- und Gewerbegrundstücke in Privatbesitz sowie Grundstücke in öffentlicher Hand aufgelistet sind. Alternativ wird ein solches Kataster auch „Baulückenkataster" genannt. Die Einrichtung des Baulandkatasters ist jedoch für die Kommunen freiwillig und führt daher zum einen zur Unvollständigkeit der Erfassung von Bauland auf kommunaler Ebene sowie zum anderen zu einer Vielfalt unterschiedlich geführter und inhaltlich bestückter Kataster. In einigen Bundesländern, wie z. B. Baden-Württemberg werden Baulandpotenziale erfasst, die Baulücken, Brachflächen, geringfügig genutzte Flächen, Leerstände beinhalten.
Hamburg führt seit mehr als 30 Jahren eine Potenzialflächendatenbank. Seit 2024 wird zum Monitoring der Wohn- und Gewerbeflächenpotenziale die Anwendung DiPlanPotenziale verwendet. Sie ist eine moderne Webanwendung, die im Ökosystem der DiPlanung entstanden ist.
Hessen arbeitet derzeit an einem landesweiten Potenzialflächenkataster, in dem die Kommunen künftig Potenziale (Baulücken, Brachflächen, untergenutzte Flächen, ggf. Leerstände) im öffentlichen und privaten Eigentum erfassen können.
In Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und im Saarland wird das Register nicht geführt, in Thüringen existiert ein Brachflächenkataster, in Sachsen ist die Registerführung auf kommunaler Ebene freiwillig.
Zweck und Zielsetzung der Registerführung
Das Kataster dient als informelle Planungsgrundlage für Kommunen, z. B. zum Nachweis der Bauflächenpotenziale im Rahmen der Bauleitplanung. Mit der Veröffentlichung können die Gemeinden zudem auf die Möglichkeiten einer Bebauung hinweisen und bieten damit eine Informationsplattform für Bürgerinnen und Bürger, Architektinnen und Architekten sowie Investorinnen und Investoren.
Der zentrale Ansatz von RAUM+MONITOR in Rheinland-Pfalz lautet: Innenentwicklung vor Außenentwicklung. Bevor neue Baugebiete am Ortsrand ausgewiesen werden, sollen Kommunen zunächst vorhandene Potenziale innerhalb bestehender Siedlungsbereiche erkennen und nutzen. Dadurch sollen unter anderem Flächenverbrauch reduziert, Ortskerne gestärkt und Infrastruktur effizienter genutzt werden.
In Hamburg wird DiPlanPotenziale dafür genutzt, wohnungs- und gewerbepolitische Handlungsspielräume für den Senat zu eruieren. Neben dem primären Zweck werden durch DiPlanPotenziale viele Fachdaten zu jeder Fläche gesammelt. Die Anwendung macht den Gesamtbestand auswertbar. Auch die Fachdaten werden durch die Anwendung auswertbar und können thematisch ausgewertet werden.
Kontext der Registerführung und -nutzung
Auch im Sinne des Klimaschutzes ist die Reduzierung des Flächenverbrauchs wichtiger geworden. So ist „Innenentwicklung statt Außenentwicklung“ ein gängiges Motiv in der Stadtplanung, das anstrebt, Baulücken zu schließen anstatt immer weiter neues Wohnbauland im Außenbereich auszuweisen. Die Reduzierung von Neuinanspruchnahmen von Siedlungsflächen wirkt der Bodenversiegelung von schutzwürdigen Böden entgegen. Ist das Baulandkataster öffentlich, gibt es auch für Private einen größeren Anstoß, sich diesem Prinzip anzuschließen. Seit 2013 ist mit der „Innenentwicklungsnovelle“ und weiteren Novellen im Baugesetzbuch durch den gesetzlich vorgegebenen Fokus auf die Stärkung der Innenentwicklung und den Schutz des Außenbereichs der energetische Zustand einer Bebauung in den Vordergrund gerückt, weshalb ein Blick ins Baulandkataster wichtiger ist.
Absehbare Entwicklung, geplanter Ausbau
Keine übergreifenden Angaben vorhanden.
Internetauftritt, Quellen
Rechtsgrundlagen
Gesetzliche Ebene
Bundesrecht
Rechtsgrundlagen
Inhalte des Registers
Qualität
Keine übergreifenden Angaben vorhanden.
Periodizität und Aktualität
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Informationsobjekte (Einheiten, über die Daten geführt werden)
Administrative Registerführung
Vergleichbare Verwaltungsebene
Kommunal
Ressort
Zuständigkeiten
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Öffentlicher Datenzugang
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Nicht-öffentlicher Datenzugang
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Datenlieferungen (eingehend/ ausgehend)
Keine übergreifenden Angaben vorhanden.
Verwendung der Registerdaten
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Technische Informationen
Datenbanken (Werte)
Keine übergreifenden Angaben vorhanden.
Datenbanken
Keine übergreifenden Angaben vorhanden.
Schnittstellen (Werte)
Keine übergreifenden Angaben vorhanden.
Schnittstellen
Keine übergreifenden Angaben vorhanden.
Standards zur Datenhaltung (Werte)
Keine übergreifenden Angaben vorhanden.
Standards zur Datenhaltung
Keine übergreifenden Angaben vorhanden.
Standards zum Datenaustausch
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Portale
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Fachanwendungen & Anbieter
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